Cited


Letzter Schein

Sonnenstrahlen brechen auf meinem Gesicht
Dass meine Tränen schillern wie Regenbögen
Meine zerbrochenen Flügel spüre ich nicht
Zu viel ist das Lächeln derer, die mich mögen

Staubteilchen tanzen glänzend im Sonnenschein
Meine Hände zittern im Rausch des Blutes in mir
Wünschte ich wär’ unauffällig wie sie und klein
Seh’ zu wie ich meine Seele in der Ferne verlier’

Das wärmende Sonnenlicht auf meiner Haut
Ein leises Frösteln lässt meine Ängste erwachen
All diesen fein-roten Wünsche mir lang vertraut
Kann nicht weglaufen, kann nicht mehr lachen.

Strahlender Schein des Sonnenunterganglichts
Die Röte des Himmels spiegelt von mir wider
Verloren mein guter Wille, ich bin das Nichts
Für immer schließen sich meine müden Lieder.

Von Susanne Umscheid

„Verlassen sind wir doch wie verirrte Kinder im Walde. Wenn Du vor mir stehst und mich ansiehst, was weißt Du von den Schmerzen, die in mir sind und was weiß ich von den Deinen. Und wenn ich mich vor Dir niederwerfen würde und weinen und erzählen, was wüßtest Du von mir mehr als von der Hölle, wenn Dir jemand erzählt, sie ist heiß und fürchterlich. Schon darum sollten wir Menschen vor einander so ehrfürchtig, so nachdenklich, so hebend stehn wie vor dem Eingang zur Hölle.“

Zitiert aus “Brief an Oskar Pollak vom 9. 11. 1903″ von Franz Kafka, Seite 19.

Life and death, energy and peace.
If I stop today it was still worth it.
Even the terrible mistakes that I made and would
have unmade if I could.
The pains that have burned me and scarred my soul,
it was worth it, for having been allowed
to walk where I’ve walked,
which was to hell on earth, heaven on earth,
back again, into, under, far in between,
through it, and above.

Quelle fehlt.

Der Mond 

Rund ist deine Form,
bleich deine Haut,
überzogen von Flecken,
und nirgends ein Laut.

Deine helle Gestalt,
von Schatten verhüllt,
Geheimnisse regen sich,
von Lügen erfüllt.

Dunkle Tiefen,
ziehen sich über dich,
und niemand sieht,
dir direkt ins Gesicht.

Du gibst mir Licht,
stets bist du da,
du wachst über mich,
auch wenn ich verzag.

Nie drehst du dich weg,
oder geht’s gar fort,
immer bist du da,
an demselben Ort.

Ich schaue zum Himmel,
erblicke nur dich,
Wieso bist du dort,
und gibt’s uns Licht?

So verlassen, da oben zu thronen,
auf die Menschen zu schauen,
die die Erde bewohnen,
ihnen Licht zu schenken,
ohne beachtet zu werden,
Niemand kennt deine Angst,
niemand deine Leiden.

Und auch tief in der Nacht,
sieht niemand dich weinen.

Von Julia Clark

Quelle: http://animexx.onlinewelten.com/fanfiction/autor/133607/133456/

„Vielleicht [...] ist die Wurzel aller Kunst und vielleicht auch alles Geistes die Furcht vor dem Tode. Wir fürchten ihn, wir schauern vor der Vergänglichkeit, mit Trauer sehen wir immer wieder die Blumen welken und die Blätter fallen und spüren im eigenen Herzen die Gewißheit, dass auch wir vergänglich sind und bald verwelken. Wenn wir nun als Künstler Bilder schaffen oder als Denker Gesetze suchen und Gedanken formulieren, so tun wir es, um doch irgend etwas aus dem Totentanz zu retten, etwas hinzustellen, was längere Dauer hat als wir selbst.“

 Zitiert aus „Narziß und Goldmund“ von Herman Hesse, Seite 166.