Mir geht es gut. Ich beginne mit dem, womit ich letztens geendet habe. Und zwar mit meinem Gemütszustand. Und heute ist dieser so dermaßen gut. Echt jetzt, ich könnte Joggen oder Party machen. Irgendwas, bloß nicht alleine vor dem Pc sitzen! Super- und was mach ich grade? Nunja, das Leben ist ja kein Ponyhof, kein Keks und erst recht kein Spielplatz.

Was sich in letzter Zeit geändert hat? Hm, eigentlich alles.

Aber das ist auch gut so. Am Mittwoch war ich in Köln um dort meinen FSJ Vertrag zu unterzeichnen und um meine Mitfsjler kennen zu lernen. Also von Norf nach Köln und ab in nächste Taxi. Da ich seit der Taxi fahrt in der Neujahrsnacht traumatisiert bin, saß ich mit nassen Händen neben dem Taxifahrer. Ok, eigentlich nicht. Aber nach wenigen Sekunden. Denn der gute Mann fuhr einfach drauf los. „Ich würde gerne zur Straße „An der Bottmühle 2“ sage ich. Augenblicklich bremst der Taxifahrer ab und gibt ein lautes „Scheiße!“ von sich. Verwundert über diese Aktion starre ich ihn ziemlich dumm an. „Wo ist das denn?“ fragt er mich und ich sage ihm das ich aus Bremen komme und nicht genau wüsste wo das sei. Während ich das sage ziehe ich die Wegbeschreibung aus meiner Hosentasche und drücke meinen schweißigen Zeigefinger auf die markierte Stelle auf der Karte. Fluchend studiert er nun die Karte- und erst als der Bus(wir standen ja mitten auf der Kreuzung) hupte fuhr er los. Smalltalk hier, Smalltalk dort und wir sind da. Ich bezahle die 6,70€ und verschwinde schnell aus dem Taxi. Da ich ca. 45 Minuten zu früh bin schlage ich die Zeit mit sinnlosem herumgelaufe tot. Was nun folgte ist so ziemlich das, was ich mir unter einem „Gruppengespräch mit anschließender Vertragsschließung“ vorgestellt hatte. Eine Frau vom DRK und sechs planlose Menschen die krampfhaft auf ihren Stühlen sitzen und nicht wissen wohin mit den Augen, Händen & Füßen. Nicht ganz, denn die Dame vom DRK war ganz locker & nett. Erst kurz vor Ende löste sich die Stimmung ein wenig. Den Vertrag bekamen wir noch nicht, da in den nächsten Wochen eine Änderung in irgendeinem Gesetzt eintritt, die uns mitbetrifft. Angeblich nichts großes. Klauseln und Floskeln. Und schon war alles erledigt.

Also fuhr ich wieder nach Norf. Ich war sogar so früh dort, dass ich Caro von der Schule abholen konnte. Zusammen haben wir dann noch einen wunderschönen Tag verbracht. Er war wirklich schön. Tja, wenn ich nicht wieder nach Bremen fahren müsste… Doch genau 48 Stunden (inzwischen sind es nur noch 20 Stunden) kommt sie nach Verden. Und das ist ein neuer Rekord! Jawohl. Seit fast 9 Monaten Fernbeziehung ist dies eine neue Bestzeit im „nicht-sehen“. Herrlich, es könnte kaum besser sein.

Und heute ist ein wirklich schöner Tag. Nicht weil etwas spannendes oder außergewöhnliches passiert ist, nein er ist einfach so schön. Das klingt komisch- ist aber so. Vielleicht war es das schöne Wetter oder so was bescheuertes. Ich weiß es nicht. Doch egal, denn das ist mir schnuppe. Nach der „Arbeit“, bzw dem Praktikum, saß ich noch mit der Karola vor dem JUZ. Und wie ich das liebe! Mit der Karo vor dem JUZ in der Sonne sitzen und einfach hirnloses Zeug quatschen. Nachdem ich sie zum Zug gebracht hatte fuhr ich noch ganz gechillt durch die Stadt und hatte meine helle Freude daran. Und dann habe ich habe ich etwas beobachtet, was mir innerhalb von Sekunden unverständlich begreifen lies warum ich meine sonst eher „die-Welt-ist-scheiße-und-ich-möchte-sterben-Stimmung“ durch ein breites Lächeln ersetzte. Auf dem Parkplatz vom Extra Markt, welcher an der Aller liegt, saß ein heterosexuelles Entenpärchen dicht an dicht und hatte diesen Sonnenuntergangsbeobachter Style.

 

Mein Kopf ist randvoll mit kleinen hyperaktiven Blumenkindern, die wie auf Speed durch mein Hirn tanzen. Besser bekannt als „Frühlingsgefühle“!

 

 Ich behaupte jetzt einfach mal das es das ist.