Neuer Blog, neuer Tag und eine ganz neue Perspektive für mich. Nach Wochen und Monaten des Versagens und nicht tuns, habe ich einen neuen Weg betreten. Jetzt hoffe nicht auf einen dieser Wege zu gehen, jene ein übersehbares „BERETEN VERBOTEN“ Schild verfechten. Doch bis jetzt stehe ich noch mit beiden Füßen auf festen Boden. Seit mehr als acht Monaten besitze ich ja eigentlich vier Füße. Und ohne diese zusätzlichen Treter wäre ich mit Sicherheit nicht mehr hier bzw. da.
Am Anfang des Jahres ’07 bemerkte ich eine innere Unruhe in mir, welche nach wenigen Monaten auch für mein Umfeld deutlich Sichtbar wurde. Dennoch bin ich solange weiter gestapft bis es mich aus den Socken gehauen hat. Die Quittung folgte sogleich. Nach ca. sechs Jahren konnte ich mir wieder die Inneneinrichtung der Kinder- und Jugendpsychiatrie Rotenburg (Wümme) angucken. Herrlich. Und ich muss sagen, dass ich das „Spiel“ nicht besonders Lustig finde. Als wenn es nicht schon schwer genug wäre mir selber klar zu werden – nein – Mutter & Schwester, Freunde & Freundin, Ärzte & Psychologen wollen ebenfalls jedes kleine Detail aus dem Inneren eines Kopfes erfahren. Gesagt – getan. Wobei mich der Befund schon geschockt hat (u.a. Identitätsstörungen, Überängstlichkeit, Traurigkeit & SvV).
Um Neujahr war das Gröbste überstanden und ich bin mit der tollsten Person (auf der Welt) in meinem Arm ins Jahr 2008 gerutscht. Und das wörtlich. Denn die Taxifahrt glich, dank Glatteis und Nebel, einer Bobbahnfahrt mit ungenügenden Sichtverhältnissen. Doch Stefan, Catharina, Michael, Sebastian, Carolin & ich leben noch.
Wenig später wurde ich 18 – und nein- nicht hat sich geändert. Nur meine Hausärztin. Eine ziemlich nüchterne Ausbeute.
Seit Beginn des Jahres versuche ich nun, mehr schlecht als recht, die Schwere meiner Fehltritte der vergangenen Monate zu mindern. Und doch, ja, so langsam schaffe ich das alles. Sogar die Beschaffung eines Praktikumplatzes!!
Doch das beste kommt noch. Am vergangenem Wochenende hatte ich ein Vorstellungsgespräch, mit zweitägiger Hospitation, für ein FSJ in einem Alten – und Pflegeheim nahe Düsseldorf. Mir Erfolg!! Ab dem 1.8. bin ich, ganz offiziell, FSJ’ler. Ha!! Klar bedeutet es, meine Familie und Freunde, insbesondere Karola, zurückzulassen. Doch über300 km sind kein Grund den Kontakt zu beenden. Vielleicht bin ich egoistisch, aber diese Möglichkeit nach Düsseldorf „auszuwandern“ und somit auch endlich Abstand zu haben, die bekomme ich nicht wieder. Auch das es mein Ziel ist nicht wieder wegzugehen sondern mir dort ein Leben, Familie und alles was noch dazu gehört aufzubauen. Möchte ich fest und entschlossen vermerken.