Ich bin durcheinander, fühle mich vor den Kopf gestoßen und hänge total in der Luft. Klar, jeder Mensch braucht mal ein bisschen Ruhe. Und ja, du hast mir gesagt du bräuchtest hin und wieder mal deine Ruhe. Ich sage nicht das es falsch ist. Ich finde es gut, dass du mir das sagst und auch in die Tat umsetzt. Nach über acht Monaten so ziemlich das erste Mal, zumindest bekomme ich es sehr deutlich zu zu spüren. Ich versuche mich auch zusammen zu reißen und „stark“ zu sein.
Doch ich kann meine Gefühle und Gedanken ja nicht einfach abschalten, auch wenn ich es mir oft wünschen würde. Denn dann wären die vergangenen Tage vielleicht nicht so schlimm für mich gewesen. Was ich auch mache, ich habe keine andere Wahl als abzuwarten. Und das werde ich auch tun. Ich warte. Steh also nun, in T-Shirt und Boxershort, im Regen und warte.
Ziemlich beschissen. Ziemlich nass. Ziemlich kalt. Da hilft nur folgendes; Gute Freunde & nette Menschen, leckeres Essen & kaltes Bier -UND- live Musik. Ok, eigentlich hilft es gar nicht und ich habe das Gefühl es wird Tag für Tag, Abend für Abend und Nacht für Nacht schlimmer, doch lies einfach was ich dir geschrieben hab.
Und das es mir anscheinend noch nicht schlecht genug geht werde ich, mal wieder, krank. So langsam reicht mir es. Seit den Weihnachtsfeiertagen bin ich ständig krank. Eine Kostprobe? Um Neujahr hatte ich eine Mittelohrentzündung, in deren folge die Trommelfelle beider Ohren platzten. Eiter und Blut tropfte aus meinen Ohren und ich konnte noch einige Wochen später nicht richtig hören. Danach war ich erkältet und bekam eine schöne Lymphknotenentzündung. Mein Hals schmerzte, meine beiden Mandeln eiterten um die Wette und in meinem rechten Ohr sammelte sich, danke einer verschieben des Trompetenkanals, hinter meinem frisch verheiltem Trommelfell eine gelbe Flüssigkeit. Lecker! Seit dem besuchten mich mit vorliebe Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und der gute alte Schnupfen. Seit neuestem mag mein Rasierer mich nicht besonders und schneidet mir derbst in die Oberlippe (Ok, Zähne putzen und rasieren gleichzeitig ist nicht sehr intelligent), in den Hals oder er trennt gleich ein ganzes Stück von meinem Daumen ab. Ja, das Leben ist hart.
Am Samstag habe ich dann gegen eine meiner mir heiligsten Regel verstoßen. Nach über einem Jahr des nicht-trinkens habe ich, wie oben schon erwähnt, Alkohol getrunken. Der Nütz ist zwar sehr enttäuscht von mir, aber sowas passiert, nech?!
Gleich geht es wieder zum Praktikum in die Grundschule, vorher muss ich allerdings noch Einkaufen. Und so langsam gefällt mir es dort. Meine Fußballkünste sind zwar nichts im Vergleich zu diesen kleinen Kiddis, aber ich habe Fußball noch nie sonderlich gemocht. Egal… Ist es doch alle Male besser, als in dieser kack Akademie verdummen zu müssen.
Es tut übrigens grade unglaublich gut von dir gehört, bzw. gelesen zu haben. Wie gesagt, es ist ok.
Auch wenn es nicht wirklich den Eindruck vermittelt aber: Mir geht es gut.