Es sind jene Augenblicke, jene Sekunden, die verlassen uns so schnell. Ein Schlag der müden Augen, ein fades Gefühl von Zeit. Dies ist jenes was uns innewohnt. Nicht der Glaube, weder das Wissen lassen erkennen, das Wider und Für. Ein jener vermag zu helfen oder eine feine Handlung lässt uns Leben. Doch wann werden wir, um unser aller Weg, verstehen? Oder zählen wir doch nur all die Augenblicke und all die Sekunden bis zum Punkt, an dem ein jedes Herz stirbt? Werden wir zärtlich leiden und arg freuen? So, wie unser Gewohnheit ist? Nun, ob wir lachen oder weinen, vergessen werden wir nicht. Wir werden das Fühlen der schönen Dinge nicht vergessen.
Mai 30, 2008
Mai 22, 2008
So, es ist nun zu 100% sicher, dass ich am 30.06.2008 meinen vorerst letzten Tag in meiner mir trauten Stadt verbringen werde. Ich habe nun eine Wohnung die ich mir Leisten kann und die mir gefällt. Das einzige was grade noch ein Problem ist, ist das ich keine Küche habe, also keinen Kühlschrank und keine Spüle. Aber einen Teil habe ich schon in Angriff genommen, somit habe ich dann schon einen Herd mit vier Kochplatten. Ich hoffe das ich bis dahin dann auch nichts vergessen habe, wobei die Chance dafür groß ist. Doch kleine gelbe Zettel helfen mir, nichts zu verpassen oder zu übersehen. Doch etwas was mir viel schwerer fällt ist die Tatsache, dass der Umzug mich ja quasi aus meinem kompletten sozalen Umfeld reißt. Nicht das ich damit nicht Leben könnte, oder ich Angst hätte neue Leute kennen zu lernen. Nein, es ist einfach purer Stress. Ein meiner Traumvorstellung wird dieser Prozess einfach wegfallen und niemand ist mir böse… Tja, in meiner Vorstellung. Das die Realität etwas anders aussieht und sehen wird ist mir klar, leider. Am liebsten würde meine Freunde und all die Leute mit denen ich die letzte Zeit verbracht habe mitnehmen.
Themawechsel, unverhofft kommt oft!
In den letzten Tagen hätte ich gerne öfters geschrieben, aber aus verschiedenen Problemchen klappte es nicht. Ich hoffe das ich das in den nächsten Tagen nachholen kann.
April 24, 2008
Heterosexuelle Enten und Blumenkinder
Posted by ungovernable under Dream & Hope, Everday Anger1 Comment
Mir geht es gut. Ich beginne mit dem, womit ich letztens geendet habe. Und zwar mit meinem Gemütszustand. Und heute ist dieser so dermaßen gut. Echt jetzt, ich könnte Joggen oder Party machen. Irgendwas, bloß nicht alleine vor dem Pc sitzen! Super- und was mach ich grade? Nunja, das Leben ist ja kein Ponyhof, kein Keks und erst recht kein Spielplatz.
Was sich in letzter Zeit geändert hat? Hm, eigentlich alles.
Aber das ist auch gut so. Am Mittwoch war ich in Köln um dort meinen FSJ Vertrag zu unterzeichnen und um meine Mitfsjler kennen zu lernen. Also von Norf nach Köln und ab in nächste Taxi. Da ich seit der Taxi fahrt in der Neujahrsnacht traumatisiert bin, saß ich mit nassen Händen neben dem Taxifahrer. Ok, eigentlich nicht. Aber nach wenigen Sekunden. Denn der gute Mann fuhr einfach drauf los. „Ich würde gerne zur Straße „An der Bottmühle 2“ sage ich. Augenblicklich bremst der Taxifahrer ab und gibt ein lautes „Scheiße!“ von sich. Verwundert über diese Aktion starre ich ihn ziemlich dumm an. „Wo ist das denn?“ fragt er mich und ich sage ihm das ich aus Bremen komme und nicht genau wüsste wo das sei. Während ich das sage ziehe ich die Wegbeschreibung aus meiner Hosentasche und drücke meinen schweißigen Zeigefinger auf die markierte Stelle auf der Karte. Fluchend studiert er nun die Karte- und erst als der Bus(wir standen ja mitten auf der Kreuzung) hupte fuhr er los. Smalltalk hier, Smalltalk dort und wir sind da. Ich bezahle die 6,70€ und verschwinde schnell aus dem Taxi. Da ich ca. 45 Minuten zu früh bin schlage ich die Zeit mit sinnlosem herumgelaufe tot. Was nun folgte ist so ziemlich das, was ich mir unter einem „Gruppengespräch mit anschließender Vertragsschließung“ vorgestellt hatte. Eine Frau vom DRK und sechs planlose Menschen die krampfhaft auf ihren Stühlen sitzen und nicht wissen wohin mit den Augen, Händen & Füßen. Nicht ganz, denn die Dame vom DRK war ganz locker & nett. Erst kurz vor Ende löste sich die Stimmung ein wenig. Den Vertrag bekamen wir noch nicht, da in den nächsten Wochen eine Änderung in irgendeinem Gesetzt eintritt, die uns mitbetrifft. Angeblich nichts großes. Klauseln und Floskeln. Und schon war alles erledigt.
Also fuhr ich wieder nach Norf. Ich war sogar so früh dort, dass ich Caro von der Schule abholen konnte. Zusammen haben wir dann noch einen wunderschönen Tag verbracht. Er war wirklich schön. Tja, wenn ich nicht wieder nach Bremen fahren müsste… Doch genau 48 Stunden (inzwischen sind es nur noch 20 Stunden) kommt sie nach Verden. Und das ist ein neuer Rekord! Jawohl. Seit fast 9 Monaten Fernbeziehung ist dies eine neue Bestzeit im „nicht-sehen“. Herrlich, es könnte kaum besser sein.
Und heute ist ein wirklich schöner Tag. Nicht weil etwas spannendes oder außergewöhnliches passiert ist, nein er ist einfach so schön. Das klingt komisch- ist aber so. Vielleicht war es das schöne Wetter oder so was bescheuertes. Ich weiß es nicht. Doch egal, denn das ist mir schnuppe. Nach der „Arbeit“, bzw dem Praktikum, saß ich noch mit der Karola vor dem JUZ. Und wie ich das liebe! Mit der Karo vor dem JUZ in der Sonne sitzen und einfach hirnloses Zeug quatschen. Nachdem ich sie zum Zug gebracht hatte fuhr ich noch ganz gechillt durch die Stadt und hatte meine helle Freude daran. Und dann habe ich habe ich etwas beobachtet, was mir innerhalb von Sekunden unverständlich begreifen lies warum ich meine sonst eher „die-Welt-ist-scheiße-und-ich-möchte-sterben-Stimmung“ durch ein breites Lächeln ersetzte. Auf dem Parkplatz vom Extra Markt, welcher an der Aller liegt, saß ein heterosexuelles Entenpärchen dicht an dicht und hatte diesen Sonnenuntergangsbeobachter Style.
Mein Kopf ist randvoll mit kleinen hyperaktiven Blumenkindern, die wie auf Speed durch mein Hirn tanzen. Besser bekannt als „Frühlingsgefühle“!
Ich behaupte jetzt einfach mal das es das ist.
April 9, 2008
Letzter Schein
Sonnenstrahlen brechen auf meinem Gesicht
Dass meine Tränen schillern wie Regenbögen
Meine zerbrochenen Flügel spüre ich nicht
Zu viel ist das Lächeln derer, die mich mögen
Staubteilchen tanzen glänzend im Sonnenschein
Meine Hände zittern im Rausch des Blutes in mir
Wünschte ich wär’ unauffällig wie sie und klein
Seh’ zu wie ich meine Seele in der Ferne verlier’
Das wärmende Sonnenlicht auf meiner Haut
Ein leises Frösteln lässt meine Ängste erwachen
All diesen fein-roten Wünsche mir lang vertraut
Kann nicht weglaufen, kann nicht mehr lachen.
Strahlender Schein des Sonnenunterganglichts
Die Röte des Himmels spiegelt von mir wider
Verloren mein guter Wille, ich bin das Nichts
Für immer schließen sich meine müden Lieder.
Von Susanne Umscheid
April 7, 2008
Oh Baby, Please Help Me!
Posted by ungovernable under Darling, It's Me, Everday AngerLeave a Comment
Ich bin durcheinander, fühle mich vor den Kopf gestoßen und hänge total in der Luft. Klar, jeder Mensch braucht mal ein bisschen Ruhe. Und ja, du hast mir gesagt du bräuchtest hin und wieder mal deine Ruhe. Ich sage nicht das es falsch ist. Ich finde es gut, dass du mir das sagst und auch in die Tat umsetzt. Nach über acht Monaten so ziemlich das erste Mal, zumindest bekomme ich es sehr deutlich zu zu spüren. Ich versuche mich auch zusammen zu reißen und „stark“ zu sein.
Doch ich kann meine Gefühle und Gedanken ja nicht einfach abschalten, auch wenn ich es mir oft wünschen würde. Denn dann wären die vergangenen Tage vielleicht nicht so schlimm für mich gewesen. Was ich auch mache, ich habe keine andere Wahl als abzuwarten. Und das werde ich auch tun. Ich warte. Steh also nun, in T-Shirt und Boxershort, im Regen und warte.
Ziemlich beschissen. Ziemlich nass. Ziemlich kalt. Da hilft nur folgendes; Gute Freunde & nette Menschen, leckeres Essen & kaltes Bier -UND- live Musik. Ok, eigentlich hilft es gar nicht und ich habe das Gefühl es wird Tag für Tag, Abend für Abend und Nacht für Nacht schlimmer, doch lies einfach was ich dir geschrieben hab.
Und das es mir anscheinend noch nicht schlecht genug geht werde ich, mal wieder, krank. So langsam reicht mir es. Seit den Weihnachtsfeiertagen bin ich ständig krank. Eine Kostprobe? Um Neujahr hatte ich eine Mittelohrentzündung, in deren folge die Trommelfelle beider Ohren platzten. Eiter und Blut tropfte aus meinen Ohren und ich konnte noch einige Wochen später nicht richtig hören. Danach war ich erkältet und bekam eine schöne Lymphknotenentzündung. Mein Hals schmerzte, meine beiden Mandeln eiterten um die Wette und in meinem rechten Ohr sammelte sich, danke einer verschieben des Trompetenkanals, hinter meinem frisch verheiltem Trommelfell eine gelbe Flüssigkeit. Lecker! Seit dem besuchten mich mit vorliebe Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und der gute alte Schnupfen. Seit neuestem mag mein Rasierer mich nicht besonders und schneidet mir derbst in die Oberlippe (Ok, Zähne putzen und rasieren gleichzeitig ist nicht sehr intelligent), in den Hals oder er trennt gleich ein ganzes Stück von meinem Daumen ab. Ja, das Leben ist hart.
Am Samstag habe ich dann gegen eine meiner mir heiligsten Regel verstoßen. Nach über einem Jahr des nicht-trinkens habe ich, wie oben schon erwähnt, Alkohol getrunken. Der Nütz ist zwar sehr enttäuscht von mir, aber sowas passiert, nech?!
Gleich geht es wieder zum Praktikum in die Grundschule, vorher muss ich allerdings noch Einkaufen. Und so langsam gefällt mir es dort. Meine Fußballkünste sind zwar nichts im Vergleich zu diesen kleinen Kiddis, aber ich habe Fußball noch nie sonderlich gemocht. Egal… Ist es doch alle Male besser, als in dieser kack Akademie verdummen zu müssen.
Es tut übrigens grade unglaublich gut von dir gehört, bzw. gelesen zu haben. Wie gesagt, es ist ok.
Auch wenn es nicht wirklich den Eindruck vermittelt aber: Mir geht es gut.
April 5, 2008
Ich schließe meine Augen. Nimm meine Hand. Ich will zurück. Dorthin wo ich war bevor ich in dieses Jetzt kam. Nur Staub, nur leiden. Kein Licht, kein hoffen.
Verstummende Worte hallen im Raum der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Sanft bewegt sich das Lichte in Dunkelheiten. Ein arger Schein, klein und schwächlich. Allzu oft vermag das Lichte erlöschen. Denn der Sieg der kältlichen Dunkelheit über das wärmliche Licht wirft neue Schatten. Gerne würde ich zurückwandern, aber solang meine Augen jene und solche Schatten blicken, lässt mich die Angst erstarren. In Angst kann ich nicht wandern. Wenn nicht die Angst es ist, so ist es der Duft des blühenden Baumes. Der Baum, welchen du mir pflanztest in mitten des finsteren Waldes. Hier ruht mein Herz. Dicht an deinem. Riechst du den Duft des blühenden Baumes?
Nun blicke ich nicht in Angst, nein. Nun blicke ich in Hoffnung. Doch in Hoffnung kann ich nicht wandern. Ich will zurück.
April 4, 2008
„Verlassen sind wir doch wie verirrte Kinder im Walde. Wenn Du vor mir stehst und mich ansiehst, was weißt Du von den Schmerzen, die in mir sind und was weiß ich von den Deinen. Und wenn ich mich vor Dir niederwerfen würde und weinen und erzählen, was wüßtest Du von mir mehr als von der Hölle, wenn Dir jemand erzählt, sie ist heiß und fürchterlich. Schon darum sollten wir Menschen vor einander so ehrfürchtig, so nachdenklich, so hebend stehn wie vor dem Eingang zur Hölle.“
Zitiert aus “Brief an Oskar Pollak vom 9. 11. 1903″ von Franz Kafka, Seite 19.
April 4, 2008
Neuer Blog, neuer Tag und eine ganz neue Perspektive für mich. Nach Wochen und Monaten des Versagens und nicht tuns, habe ich einen neuen Weg betreten. Jetzt hoffe nicht auf einen dieser Wege zu gehen, jene ein übersehbares „BERETEN VERBOTEN“ Schild verfechten. Doch bis jetzt stehe ich noch mit beiden Füßen auf festen Boden. Seit mehr als acht Monaten besitze ich ja eigentlich vier Füße. Und ohne diese zusätzlichen Treter wäre ich mit Sicherheit nicht mehr hier bzw. da.
Am Anfang des Jahres ’07 bemerkte ich eine innere Unruhe in mir, welche nach wenigen Monaten auch für mein Umfeld deutlich Sichtbar wurde. Dennoch bin ich solange weiter gestapft bis es mich aus den Socken gehauen hat. Die Quittung folgte sogleich. Nach ca. sechs Jahren konnte ich mir wieder die Inneneinrichtung der Kinder- und Jugendpsychiatrie Rotenburg (Wümme) angucken. Herrlich. Und ich muss sagen, dass ich das „Spiel“ nicht besonders Lustig finde. Als wenn es nicht schon schwer genug wäre mir selber klar zu werden – nein – Mutter & Schwester, Freunde & Freundin, Ärzte & Psychologen wollen ebenfalls jedes kleine Detail aus dem Inneren eines Kopfes erfahren. Gesagt – getan. Wobei mich der Befund schon geschockt hat (u.a. Identitätsstörungen, Überängstlichkeit, Traurigkeit & SvV).
Um Neujahr war das Gröbste überstanden und ich bin mit der tollsten Person (auf der Welt) in meinem Arm ins Jahr 2008 gerutscht. Und das wörtlich. Denn die Taxifahrt glich, dank Glatteis und Nebel, einer Bobbahnfahrt mit ungenügenden Sichtverhältnissen. Doch Stefan, Catharina, Michael, Sebastian, Carolin & ich leben noch.
Wenig später wurde ich 18 – und nein- nicht hat sich geändert. Nur meine Hausärztin. Eine ziemlich nüchterne Ausbeute.
Seit Beginn des Jahres versuche ich nun, mehr schlecht als recht, die Schwere meiner Fehltritte der vergangenen Monate zu mindern. Und doch, ja, so langsam schaffe ich das alles. Sogar die Beschaffung eines Praktikumplatzes!!
Doch das beste kommt noch. Am vergangenem Wochenende hatte ich ein Vorstellungsgespräch, mit zweitägiger Hospitation, für ein FSJ in einem Alten – und Pflegeheim nahe Düsseldorf. Mir Erfolg!! Ab dem 1.8. bin ich, ganz offiziell, FSJ’ler. Ha!! Klar bedeutet es, meine Familie und Freunde, insbesondere Karola, zurückzulassen. Doch über300 km sind kein Grund den Kontakt zu beenden. Vielleicht bin ich egoistisch, aber diese Möglichkeit nach Düsseldorf „auszuwandern“ und somit auch endlich Abstand zu haben, die bekomme ich nicht wieder. Auch das es mein Ziel ist nicht wieder wegzugehen sondern mir dort ein Leben, Familie und alles was noch dazu gehört aufzubauen. Möchte ich fest und entschlossen vermerken.
April 3, 2008
Life and death, energy and peace.
If I stop today it was still worth it.
Even the terrible mistakes that I made and would
have unmade if I could.
The pains that have burned me and scarred my soul,
it was worth it, for having been allowed
to walk where I’ve walked,
which was to hell on earth, heaven on earth,
back again, into, under, far in between,
through it, and above.
Quelle fehlt.
April 3, 2008
Der Mond
Rund ist deine Form,
bleich deine Haut,
überzogen von Flecken,
und nirgends ein Laut.
Deine helle Gestalt,
von Schatten verhüllt,
Geheimnisse regen sich,
von Lügen erfüllt.
Dunkle Tiefen,
ziehen sich über dich,
und niemand sieht,
dir direkt ins Gesicht.
Du gibst mir Licht,
stets bist du da,
du wachst über mich,
auch wenn ich verzag.
Nie drehst du dich weg,
oder geht’s gar fort,
immer bist du da,
an demselben Ort.
Ich schaue zum Himmel,
erblicke nur dich,
Wieso bist du dort,
und gibt’s uns Licht?
So verlassen, da oben zu thronen,
auf die Menschen zu schauen,
die die Erde bewohnen,
ihnen Licht zu schenken,
ohne beachtet zu werden,
Niemand kennt deine Angst,
niemand deine Leiden.
Und auch tief in der Nacht,
sieht niemand dich weinen.
Von Julia Clark
Quelle: http://animexx.onlinewelten.com/fanfiction/autor/133607/133456/
April 3, 2008
Ich verweile bedacht stillstehend am hektischen Kreisen meiner gedankenlosen Ideen. Versuch. Nicht stillstehend, bloß schreiend im Kreis laufend. Bis mein argloser Körper mit mir zusammenstoßend zu Boden fällt.
Immernoch schreiend im Kreis laufend. Der Boden ist unter meinem Körper. Nicht unter meinen Füßen. Dort nur vorhandende Leere. Bis auch Sie zu Boden sinken. Schreiend liegend, laufen nur die Ideen in mir. Ideen- Gedankenloser Rauch. Ich greife durch Ihn, schreiend. Versuch. Schreiend liegend schweige ich, bloß mir selbst Erzählend. Ideen, voller Gedankenlosigkeit.
Versuch vom Existieren. Endloses schreiendes liegen, bis meine Füße Boden spüren. Aufrecht stehend weicht das Schreien dem Weinen. Nicht stillstehend, bloß weinend im Kreis laufend. Zusammenstoßend schreie ich. Versuch.
Oh Boden, welch Dank an dir. Kennst nun auch Du schweigend meine gedankenlosen Ideen. Aufstehend. Versuch.
Ich verweile bedacht stillstehend am hektischen Kreisen meiner gedankenlosen Ideen. Nicht stillstehend, bloß schreiend im Kreis laufend. Bis mein argloser Körper mit mir zusammenstoßend zu Boden fällt.
April 3, 2008
Die totale Blockade aller Interventionsmöglichkeiten, welches mein verstandloses „Ich“, nach quälenden Stunden als Summe einer endlosen Aufgabe hervorbringt. Doch versuche ich, Abgelöst von mathematisch wirkenden Formeln, der Ruhe einen Ort in meinen Kopf zu bieten. Ein Ort, welcher wie eine weiche Zeichnug die Begrenzungen Aufzeigt, ohne mir mit voller Kraft die Verzweiflung, in meinen wehrlosen Körper zu pressen. Möchte ich doch nur diese Ruhe spüren.
Ruhe, fast vergleichbar mit dem schönsten Gefühl, dass ich in 18 Jahren je erlebt habe. Das Gefühl, Nachts aufzuwachen, wo in den ersten Sekunden die Augen hektische Bewegungen zeigen und das Herz wie ein Stein gegen den Brustkorb prallt und der schmerzende Körper sich auf die Seite wuchtet. Das Gefühl, wenn sich der schmerzende Körper, im Bruchteil eines Augenblickes, voller Wärme und Geborgenheit erfüllt. Die Augen schließen sich, endlos zieht dieser Prozess vorüber. Wie in Zeitlupe entspannt sich der Körper. Erst wenn sich der Brustkorb hebt, um die Lungen mit Sauerstoff zu fluten und die Augen sich wieder öffnen, erst wenn die Nase diesen Duft belebt und erst wenn der Kopf sich hebt, nur um sich ein kleines Stück in eine Richtung bewegt- Erst dann ist dieses Gefühl da. Ein Versuch wie dieser, das Gefühl formel begreifbar zu machen, scheitert an seinen eigenen Grenzen.
Das Gefühl, Nachts aufzuwachen und gegen eine widerliche Wand zu starren, verbunden mit der Angst der inneren Leere. Doch meine ich das Gefühl, wenn ich nach den ersten Momenten voller Verzweiflung, meinen Körper in meinem Bett drehe und ich fast erschrecke, weil ich merke, dass ich in meinem Bett nicht alleine liege, ich aber begreife. Begreifen der Tatsache, dass es dich gibt, dass du um meine Existenz weißt, dass du neben mir im Bett liegst. Jetzt erfüllt sich mein Körper mit dieser Wärme und dieser Geborgenheit, da ich wirklich verstehe, dass du nur ein kleines Stückchen von mir entfernt schläfst. Jetzt fluten sich meine Lungen mit Sauerstoff, meine Augen öffnen sich und meine Nase filtert deinen zarten Geruch aus der Luft. Mit aller Kraft hebe ich meinen Kopf, strecke in dicht zu deinen, während meine Lippen ein leises „Ich liebe dich“ verlässt und lasse ihn langsam sinken. Ich schließe meinen Augen, brenne diesen Augenblick in meinen Verstand und – der Moment der Ruhe. Der schönste Moment für mein „Ich“. Der Moment neben dir aufzuwachen und zu fühlen das du da bist. Ich bin nicht allein!
„Take a look at my life.“ Nichts ist stark genug, um mich zu besiegen. Nichts wird mich daran hindern, mehr dieser Momente fühlen zu dürfen. Dankeschön, für diese Momente, für deine ehrliche, vertraute Liebe. Danke Carolin!
Suizid?!
Wie könnte ich? Wie könnte ich dich jemals alleine lassen? Wie könnte ich? Geh ich lieber jämmerlich zu grunde. Ertrinke in falscher Schönheit und komme quälend langsam zum Ziel. [Zitat aus "Fertig mit dem Leben"]
April 3, 2008
Zersprungen- wenn doch gleich ich endlich atmen kann. Kann ich nicht, wo bleibt das Ziel?
Laufender Stillstand und zeitgleich Erlösendes sterben. Aber doch möcht ich lieben. Verweilen in stillen Stunden, Stunden voller Schmerz und Leid. Ich schreie doch so laut ich kann. Bitter erlöse mich, doch ohne das Sterben. Ich schreie doch so laut ich kann.
Warten mit der Fähigkeit des Lebens, stilles liegen- die Hoffnung nicht verlierend. Versprechen- mein Wort. Ich werde es halten, doch bitte verlass mich nicht. Sei mir ehrlich. Auch wenn ich es doch nicht verdient habe. Bitte sei es.
Ich kämpfe so hart ich kann. Ich kämpfe doch! In mir.
Nicht Fähig mein Wort zusprechen. Ich möchte, aber ich kann nicht. Ich habe Angst vor mir. Ich möchte dir doch nur geben was ich nicht habe.
Verweilen in stillen Stunden, in den ich nicht atmen kan, in den mein Herz schreit. Ich kann nicht- doch ich will. Bitte nimm mich, auch wenn ich nichts bin. Es tut mir Leid. Ich kämpfe doch, ich kämpfe!
Vergebe mir, ich liebe dich. Vergebe mir all die Fehler. Ich kämpfe!
Ich möchte doch nur den Schmerz nehmen.
Ich möchte doch nur deinen Schmerz nehmen. Ich möchte dir nur das geben, was du verdient hast.
Doch bin ich zum scheitern bestimmt.
April 3, 2008
Meine Gedanken, gepflanzt auf verbrannter Erde. Genässt von Tränen welche nicht mein sind- und doch von meinen Händen tropfen. Auf ihren Wege reißen sie feinen Staub mit, Staub aus verlorenen Zeiten. Klare Tränen, dunkel gefärbt durch den Staub an meinen Händen. Saubere Streifen werden in meine Hände gerissen. Langsam und gleich doch unaufhaltbar finden sie ihren Weg und schlagen Krater in die verbrannte Erde, auf welche meine Füße verweilen. Der Blick gerichtet in die Wellen der Sonne. Fest geschlossen sind meine Augen und doch bin ich geblendet. Tiefes ein und ausatmen. Offen sind meine Hände, als hätten sie eine schwere, nicht ersichtbare, Last zu tragen. Stille ist das dominante Geräusch, wobei mein Gehör mühe hat, in all den Lauten nicht zu ertrinken. So steht mein ich dort, während ich falle. Nicht erkennend der unendlichen Details, die Zweckfrei, aber doch nie Sinnfrei, meinen Verstand umkreisen. Nur die Tränen, wenn gleich verstaubt, vermögen die Fähigkeit begreifen die Wellen der Sonne zu brechen. Schwache Farben und mildes Glitzern.
Die Wärme schwindet mit dem Fortsetzen der Zeit. Die Wellen lassen an intensivität, bis ich endlich meine Augen, sehend, öffnen kann. In Sekunden bricht die Schädeldecke, Knochen bersten. Die Wirbelsäule wird in den Kopf gepresst. Mein Körper kann die Last nicht halten, kann die Erkenntnis nicht tragen. Still stehend und tief atmend, mit festem Stand und nichts tragenden Händen steht mein ich vor den Gedanken. Kein Wort, kein Zucken. Nur hektisches Flimmern meiner Augen, welche erst nach dem Öffnen ruhig stehen. Erlösend fühlend, als Tropfen mich, meinen Körper und die verbrannte Erde erschlagen. Der Regen wendet sich zu einem Stück, welches aus unendlich möglichen Winkeln erachtet werden kann. Nass Fäden, die mich umgeben, wie kleine Ketten hängen sie von oben auf mich herab. Nun darf ich meine Augen öffnen. Meine Hände, an denen nun Mengen der dunklen Tropfen hängen, fühlen das erlösende Nass. Zufrieden, nicht blendend, schließe ich meine Augen. Eingebrannt den Blick von eben.
April 3, 2008
Ich träume. Tagtraum. Drehe mich um 180°. Schreite nun rückwärts voran. Betrachte meine Spur der Zerstörung. Greife einzelne Stücke. Beachte sie mit dem Sinn einer Analyse. Besiege mich. Entspanne meine Fäuste. Lasse meine Arme langsam gleiten.
Ist dies die Klarheit?
Die Wand strahlt Wärme aus. Ich bin an sie getackert. Kuschel mich an. Das Gefühl wärmt mich. Stecke den Kopf tiefer in die Wärme. Fühle mich sicher. Welch eine trügerische Illusion meiner selbst. Schmerz! Schmerzen brechen das Glas der Wärme. Ein einzelnes Haar sticht in mein Auge. Kann es nicht verzögern. Ich höre den Wind. Als leises Rauschen wir die Angst an mein Ohr getragen. Spüre den Wind. Als tiefe Schnitte wird der Schmerz in mein Gesicht getragen. Der Wind verwischt meine Spuren. Mit aller Kraft zieht der Wind an mir. Ich schwanke. Balanciere mich aus. Ein kläglicher Versuch. Wünsche mir, die Hoffnung, nicht zu verlieren. Doch der Wind bringt den Tagtraum zum Einsturz. Schließe die Augen, um dem Drama kein Angesicht zu geben. Zeit und Raum brechen in sich zusammen. Öffne langsam meine Augen. Der Staub der fälschlichen Realität liegt auf meinen unbekleidetem Körper. Meine Umwelt ist grau. Eine graue, unförmige Masse. Zeit und Raum mit der Realität des Chaos. „Ich denke also bin ich.“ Ich kann nicht denken wenn mich das Chaos zwangsernährt.
Die graue Masse schafft Einheit. Die Einheit schafft Sicherheit. Die Sicherheit schafft Klarheit. Die Klarheit schafft Hoffnung.
Ist das der Weg, auf welchen die Hoffnung wandert? Hoffentlich
April 3, 2008
„Spiel das Spiel des Lebens. Du kannst nur verlieren.“ Die Karten liegen offen auf dem Tisch. Kein Versteckspiel mehr. Im meinem Kopf läuft der Film, der Film des Geschehenden. Jede Kleinigkeit spielt die Hauptrolle. Der Eintritt ist frei. Doch wie es so ist, wenn der Eintritt frei ist, kommt nur das erlebnisorientierte Publikum. Diese Publikum hat nur das Konsumieren erlernt. Keine eigene Handlung. Keine eigenen Gedanken. Der Film läuft. Ohne Werbung. Ohne Copyright. Ohne Hintergedanken. Verwunderung über das ungewohnte Konzept, ist es ihnen doch so unbekannt. Die Enstehung: Seit über 17 Jahren liegt sie weiter im Dunkeln. Es gibt sie nicht, die Fakten. Nur Vermutungen. So bleibt der Anfang offen. Der erste Gedanken nach der Enstehung? Mit Sicherheit kein guter. Lief es doch nicht nach Plan. Ein großer Umstand? Sind dies die ersten Zeichen für das was Folgen sollte? Nach dem Schrecken, dem ersten- eine von vielen, verbreiten sich die Sorgen. Wie wird es weitergehen, wird es ein Erfolg? Oder nur ein weiterer Störfaktor von vielen? Aus den Gefühlen und Gedanken der Sorge, werden Gefühle und Gedanken der Last. Was war passiert? Keiner der Betroffenen weiß es genau. Erst nach langer Zeit, die voller ungewissheit und kummer war, kann der Plan doch in die so lang ersehnte Tat umgesetzt werden. Nach dieser Gewissheit wird sich nun doch geklammert. In der ersten Zeit, wo es doch so wichtig gewesen wäre blieb es aus. Aus Egoismus, welcher seine Wurzeln in der Angst hat. Die Angst vor dem Schmerz. Nun scheint dies keine Rolle mehr zu spielen. Voller Ergeiz wird Gefüttert, wird Zeit und das Nervenkostüm beansprucht- und werden sogar Forderungen tolariert. Denn das Ergebnis soll schon bald echt sein. Weiter und weiter werden die gehäuften Löffel geführt, weiter und weiter werden die Erwartungen ins eigene und fremde Buch gepresst. Die Zeit läuft. Doch schon wieder läuft es nicht so wie es doch eigentlich geplant war. Sie sind unübersehbar, die Abweichungen von der Norm. Wie eine riesige Narbe sticht sie ins Auge des Betrachters. Voller Wut muss festgestellt werden, dass nicht der eigene Charakter verlangt und gebraucht wird. Sondern eine oder mehrere andere. Doch auch hier liegt die Lösung so nah. Die Lösung um mit dem Problem, welches abgeschoben wird. Es sind die anderen! Ja, die anderen sind das Problem. Nun wir die Wut auf sie abgeladen. Immer und immer wieder. Das Perfekte Ventil. So haben auch die Störfaktoren, bzw die die die Abweichung von der Norm und deren zwischenlösung ermöglichen, ihre feste Rolle im Film. Um nicht den, als so Vollkomen geglaubten Verstand zuverlieren, werden noch mehr Erwartungen gestellt und an die bereits vorhandenen festgeklammert. Nach und nach scheint die Rechnung nun doch endlich aufzugehen. Es wird geglaubt, dass gröbste sei geschafft. Dieser Irrglaube wir mehr und mehr manifestiert. Nach dem ein kleiner Zwischenfall als „Erledigt“ gestempelt wird, werden die Füße hochgelegt. Ein schrilles, ohrenbetäubenes Geräusch dient als Auslöser heftigster Unruhe. Da war ja noch was. Dieses etwas, dass nun endlich den Ausbruch plant, wird mit geübten Griff zu boden gepresst. Doch die viele Wut ist kräftigt. Und mit einem gelungenem Zug wird gezeigt: „Nichts ist unter Kontrolle!“ Dieser Schrecken fährt tief in die Knochen. Schlagartig ändert sich das Objekt. Nun muss erstmal das kleinere Übel beseitigt werden. Das große, welches mit der nun plötzlich frei gewordenen Freiheit noch nicht zurecht kommt, versteht nicht,warum nun eine Forderung plötzlich verneint wird und warum nun Aggressionen die entgegengebrachten Gefühle sind. Die Folgen? Verstörungen die ihren Ausdruck in der Selbstzerstörung finden. Ein „Nein“ wird als Vorwurf Empfunden. Erschaffen um zu dienen. Die Rechnung geht auf. Der Diener bekommt Schuldgefühle. Er redet sich ein etwas falsches getan zu haben. Und um dieses Gefühl abzulegen, um sich von der Last zu befreien, bestraft der Diener sich selbst. Die Schuldgefühle werden in Aggressionen gewandelt. Gerichtet auf sich selbst. Der Beginn eines Kreislaufes, der den Diener mehr und mehr versklavt. Jahre vergehen. Doch jetzt. Jetzt rächt sich die Angst. Die aus früherer Zeit. Als aus Angst vor dem Schmerz, vor dem Verlust des Dieners, nicht geliebt wurde. In dieser, längst vergangenen Zeit, konnte der Diener ein Stück freien Geist entwickeln. Nun kommt die Zeit, in der erkannt wird, was es wirklich gibt. Die Revolution ist im vollen gange. Jeden Tag schreitet sie weiter voran. Dem Diener kommt eine helfene Hand. Zusammen, aus fremder und eigener Karft, befreit sich der Diener. Obwohl er im inneren tief gespalten ist, zeigt sich die nach aussen sichtbare Wirkung der Revolution. Die Revolte. Sie ist laut, unüberhörbar. Aber vorallem ist sie unübersehbar. Freiheit. Ein Gefühl welches den Diener fliegen lässt. Doch bereits an der Flughöhe lässt sich erkennen, wie tief in dem Diener das Dienen steckt. Doch lässt sich die Revolution gut mit dem Dienen vereinbaren. Ein Dienst für die Freiheit kann nur gut sein. Nun dient der Diener, nicht jemand anderen, sondern seinem eigenen Geist. Hier lieht jedoch ein grundlegendes Problem. Der Diener hat nie etwas anderes erlernt als das Dienen. Schlagartig fällt er zurück in alter Muster. „Was habe ich getan?!“ Fragt sich der Diener, während er seine Schuldgefühle wieder in Aggressionen umwandelt. Er selber ist sein Ventil. Doch nun zeigt sich auch, die Erfahrung der Revolte und das moralsiche Wissen der Revolution, ihre wirkung. Es macht klick. Er versteht- die Augen weit geöffnet. „Es ist mein Recht frei zu sein!“ sagt er sich. Ein lächeln, über diesen Prozess des Verstehens, spiegelt sich in seinem Gesicht. Rechte! Voller stolz erkennt nun auch er, dass er sie hat. Während dieses Gedankenganges dreht sich der Blick. Voller verachtung sieht er nun auf seinen Herrscher hinab. Er bestraft ihn mit seiner stärksten Waffe: seinem freien Willen. Der Mensch erkennt, dass es keinen Diener gibt.Es heißt anders.Das was ICH eigentlich hätte erlernen sollen: Das Mitgefühl. Die Fähigkeit, des Mitgefühls mächtig zu sein.
April 3, 2008
Das Erheben des Kopfes erscheint mir, an solchen Tagen, wie ein bizarres Schauspiel.
Die Last ist groß.
Auferlegt von mir selber; Verachte ich mich.
Der Drang zu helfen. Der Drang bestimmten Menschen des Leidens Schauspiel zu besuchen.
Ende der Vorstellung.
Die Augen sehen Verneigung; die Hände applaudieren; die Nase riecht den Schweiß und die Lippen beginnen zu pfeifen.
Und das Herz? Es leidet! Der Kopf? Verliert sich in Gedanken. Der Magen? Verdreht am richtigen Platz.
Während die Schauspieler die Bühne verlassen bleibe ich, das Publikum, zurück. Das Licht geht aus. Es herrscht stille. Meine Augen, einst sehend, nun zusammengekniffen. Meine Hände, einst offen, fest zu Fäusten geballt. Meine Nase, einst riechend, jetzt Aufgabenlos. Meine Lippen, einst pfeifend, zusammengepresst.
Stille? Nur auf der Bühne!
Das Publikum schreit, tobt, revoltiert und sinkt schließlich auf die Knie.
April 3, 2008
Trauer, Mitgefühl, Wut, Angst, Hass, Verzweiflung, Verwirrung, Liebe & Klarheit.
Du bist ich- oder ich wie du. Niemand wird es uns glauben, doch wir Wissen.
Seelenleiden? Nur mit ohne Dich.
Mitgefühl, für das was ich erlebte, für das was du erlebtest.
Ich hoffe du verstehst, was ich fühle. Doch so weiß ich doch, dass du mich verstehst.
Du sagst ich habe viel schlechtes erlebt? Doch was ist mit dir?
Du sagst ich stelle keine Ansprüche? Nur bei dir!
Du sagst ich kümmere mich mehr um andere als um mich? Nur bei dir!
Du sagst ich kann anderen Leuten vertrauen? Nur (bei) dir!
Du sagst ich bin stark? Nur bei dir!
Doch wer hat gesagt das ich schlechters erlebt habe als du, dass nur ich keine Ansprüche stelle, dass du dich nicht um andere kümmerst, dass du niemanden vertraust – und wer hat gesagt das du nicht stark bist!!?!
Ich? Du?
April 3, 2008
Ich öffne die Augen. Mein simpler Wunsch bleibt eine kindliche Vorstellung. Ich bin verloren. Es gibt kein oben und unten. Es gibt kein gut und böse. Es gibt nur mich. Doch das Stimmt nicht. Denn es gibt dich. “…nur mich!” ? Der Versuch, des Egoistischens, mich zu retten. Ich bin nicht egoistisch.
Es ist kalt. Und doch ist mir warm. Um mich herum sehe ich Mützen und Handschuhe.Atme tief. Ziehe die Ärmel meines Pullovers nach oben. Mir ist warm. Meine Haut jedoch ist kalt.
“Der Sterbende hat häufig ein Gefühl der inneren Hitze, obwohl sich die Haut kalt anfühlt.” Sterbe ich? Wohl kaum. All meine Gedanken und Gefühle überzeugen mich schnell vom Gegensatz dieses Gedankenganges.
Warum? Nein! Deshalb! Ist es einfach?Ich bin kurz vor dem totalen, menschlichen, demotionalen Kollaps. Wo ist der Ausweg? Frage erst nach dem Eingang. Es gibt keinen Ausweg! Nur Warteschleifen, Staus, Störungen und/oder Fehler im Betriebsablauf. Der klare Verstand ist eine fatale Störung der Wahrnehmung, bzw des Seins. Verzögerungen lassen nur vernarbtes Gewebe. Doch es gibt die Gelegenheit mich zu überlisten: Träume.
Träume lassen mich glauben einen klaren Verstand zu haben. Doch dieses Mal ohne Störungen oder Fehler. Nur due Perfektion des menschlichen Empfindens von Gefühlen. Doch Träume haben doch Fehler im Betriebsablauf. Sie stehen auf weichem Untergrund. Jede kleine Störung von der Aussenwelt beenden diesen Zustand. Zurück in der falschen Realität kann ich nur eines: Hoffen.
Hoffnung ist die Tür für Träume. Die Hoffnung, erschaffen nach dem Traum, weil der Wind, welcher am Fundament der Träume wackelt, mir die Realität schenkt. Wie heißt der Wind?
In der falschen Realität schaffe ich mir wieder Hoffnung. Die Tür hinter welcher ich des Träumens fähig bin. Ist es der Ausgang? Ist es der Eingang? Ich träume von der Hoffung und hoffe auf den Traum.
Traum und Hoffnung? …Traum und Hoffnung!
Verfasst am 23.10.07
April 3, 2008
The Trouble I Love
Posted by ungovernable under Fear & Pain, Preoccupied In ThoughtsLeave a Comment
Ich stehe mit dem Rücken an der Wand. Ich kann mich nicht bewegen. Meine Augen sehen nur schwarz und mein Atem wird schwer. Meine Beine halten mich nicht mehr- ich setze mich. Ich versuche meinen Kopf zuheben, doch er ist zu schwer. Kalter Schweiß läuft an meiner Stirn entlang, ich schmecke ihn auf meiner Zunge. Meine Venen weiten sich und mein Blutdruck steigt. Ich fühle jeden Herzschlag in meinem Kopf- klar und deutlich.
Sekunden der Besinnung- was für andere ein Alptraum ist, bedeutet für mich “Leben”! In diesen Momenten fühle ich, wie ich am Leben bin. In diesen Sekunden weiß ich, dass ich nicht tot bin.
Ich lege meinen Kopf in den Nacken. Ich öffne meine Augen und sehe den blauen Himmel! Er ist klar und ruhig- er beruhigt mich. Ich hole tief Luft… Es tut gut! Ich hebe wieder meinen Kopf und blicke umher.
Ich suche dich. Ich habe dich verloren, während meine Beine mich nicht mehr halten konnten drückte ich dich zur Seite. Ich will nicht das du mich so erleben musst. Für einen kurzen Moment verliere ich mich, da ich dein vertrautest Gesicht nicht finde, doch nach wenigen Sekunden habe ich dich wieder. Und während ich mich an deiner Schulter anlehne, merke ich wie viel du mir gibst.
Wir stehen auf. Hand in Hand. Und nichts hat sich geändert.
Verfasst am 05.07.07
April 3, 2008
Poetry
Posted by ungovernable under Cited | Schlagworte: Gedichte, Hermann, Hesse, Poetry |Leave a Comment
„Vielleicht [...] ist die Wurzel aller Kunst und vielleicht auch alles Geistes die Furcht vor dem Tode. Wir fürchten ihn, wir schauern vor der Vergänglichkeit, mit Trauer sehen wir immer wieder die Blumen welken und die Blätter fallen und spüren im eigenen Herzen die Gewißheit, dass auch wir vergänglich sind und bald verwelken. Wenn wir nun als Künstler Bilder schaffen oder als Denker Gesetze suchen und Gedanken formulieren, so tun wir es, um doch irgend etwas aus dem Totentanz zu retten, etwas hinzustellen, was längere Dauer hat als wir selbst.“
Zitiert aus „Narziß und Goldmund“ von Herman Hesse, Seite 166.
April 3, 2008
Hm, ich bin ein ganz normales, 18 jähriges Jungchen. Auch wenn sich an manchen Tagen alles wie ein Horrorfilm anfühlt, weiß ich doch, dass jeder Tag ein wunderbares Theaterstück ist- oder so ähnlich. Es ist für mich wichtig viele Erfahrungen zu sammeln und so für meine Zukunft ein Stück Frieden zu finden. Emotionen können viel Zerstören, aber können sie auch, ein Stück braunen Acker, in ein wunderbares Fleckchen Erde verwandeln. Du darfst nur die Hoffnung nicht verlieren. Und wenn dich jemand weckt, dann kannst du endlich wieder mit deine Augen sehen und all die schönen Momente unvergesslich in Erinnerung behalten.
